Schleswigsche Partei
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Die SP im Nordschleswiger


Nordschleswig/Sønderjylland - 12. Januar 2010 - von Claudia Knauer
Traditionelle nordschleswigsche Verlockungen auf dem Teller

Soleier passen zu ganz vielen Gelegenheiten, zum Beispiel auch zum Deutschen Tag, wenn im Deutschen Gymnasium für Nordschleswig gefeiert wird.
Foto: Archiv DN
Wer an Nordschleswig denkt, denkt auch ans Essen und zwar an die ganz speziellen Mahlzeiten, die es nur hier gibt. Das zumindest wollen die Macher hinter dem Projekt «Sønderjyske Fristelser« erreichen. In dem Projekt, das im Frühjahr vergangenen Jahres startete, sind Lebensmittelproduzenten (siehe Faktenbox) innerhalb der Entwicklungsgesellschaft Nordschleswig versammelt, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die speziellen Produkte des Landesteils lenken wollen. Dazu erhält die Gruppe Unterstützung vom Haus der Wirtschaft in Apenrade. Durch die lokalen Aktionsgruppen (LAG) in Apenrade, Hadersleben und Sonderburg gibt es außerdem Zuschüsse von der EU und aus dem Landdistriktprogramm des Er­nährungsministeriums.
Bei den nordschleswigschen Verlockungen geht es darum, den besonderen Gerichten, die mit ganz bestimmten Traditionen verbunden sind, auf die Spur zu kommen und sie zu dokumentieren.
Als Stichwort wird u. a. die sogenannte Nachhochzeit genannt, bei der, ebenso wie bei der Nachkonfirmation, Nachbarn und Be­kannte, die einen Gruß oder ein Geschenk geschickt haben, nach dem eigentlichen Ereignis nach einmal gesondert eingeladen werden.
Anlass für ein ganz besonderes Essen ist oder war aber auch die »barselsgilde« oder die »musehøtte«. Bei dem Mausfest hatten sich die Knechte auf dem Hof eine ganz besondere Mahlzeit verdient, wenn sie bei ihrer Herrschaft eine lebende Maus ablieferten. Dies galt vor vielen Jahrzehnten im westlichen Teil Nordschleswigs. An vielen anderen Stellen wurde die »Musehøtte« gefeiert, wenn das Korn gedroschen war, ist auf der Homepage zum Thema unter: www.sønderjyskefristelser. dk zu lesen.
Auch die jährlichen Ring­reiterfeste mit ihren besonderen Würstchen sind die Erwähnung wert, ganz zu schweigen von den vielen Sitten zum Julefrokost mit Grünkohl und süßen Kartoffeln.
»Derzeit gibt es ein großes Interesse an nordschleswigen Lebensmitteln und an der Kultur der nordschleswigschen Küche. Viele Essenskritiker und Kopenhagener Trendsetter waren in Nordschleswig und sind darauf aufmerksam geworden, dass wir hier etwas ganz Besonderes haben«, erläutert Projektleiterin Hanne Vibeke Seidler.
Die Besonderheiten sind oft verknüpft mit einem Ereignis, einer bestimmten Gegend oder auch einem bestimmten Geschlecht in Nordschleswig. Wer mehr davon weiß und dieses Wissen teilen möchte, wende sich unter hvs@ehaa.dk an Hanne Vibeke Seidler.
Wie erfolgreich mit den nordschleswigschen Ge­richten geworben werden kann, hat im zurückliegenden Wahlkampf gerade die Schleswigsche Partei bewiesen. Ihr Kochbuch »Sønderjykse Egnsretter« kam so gut an, dass innerhalb kürzester Frist eine Neuauflage gedruckt werden musste. Sogar als Weihnachtsgeschenk war das Heftchen beliebt.

Die
Produzenten

Carstensens Tehandel
Fuglsang
Gram Slot
Graasten Salater
Højer Pølser
Kents Kager Krummer
Kohberg Brød
Krusmølle Kildevand
Mjelsmark Gårdpakkeri
Naturmælk
Rose Poultry
Slagter Lampe
Sønderjydsk Kål
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