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Die SP im Nordschleswiger


Apenrade/Aabenraa - 12. März 2010 - von Ulrich Küsel
Für viele war es etwas total Neues
Bildungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags gestern in Nachschule, bei BDN, Schulverein und im Gymnasium

Susanne Herold
Foto: DN-Archiv
»Es waren sehr gute Ge­spräche. Nordschleswig und die Einrichtungen der deutschen Volksgruppen waren für viele Abgeordnete etwas total Neues, zumal sie nicht alle aus dem nördlichen Landesteil kommen«, hat die Vorsitzende des Bildungsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags, Susanne Herold (CDU), Flensburg, gestern erklärt, nachdem der Ausschuss Gespräche in der Deutschen Nachschule Tingleff sowie beim Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN), beim Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) und im Deutschen Gymnasium in Apenrade geführt hatte.
In der Nachschule habe dessen Leiter Jørn Warm das Problem angesprochen, dass die schleswig-holsteinischen Gemeinden für ihre Schüler keine Kosten übernehmen, wenn sie die Nachschule besuchen. »Wir werden das noch einmal problematisieren, inwieweit man die Kommunen dazu verpflichten kann«, sagte Herold, zumal das Land ih­nen Schülerkostensätze zah­le, auch wenn die Schüler eine Schule in Nordschleswig besuchen.
Im Haus Nordschleswig stellten BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen und Generalsekretär Uwe Jessen den Abgeordneten die Arbeit der deutschen Volksgruppe sowie die politischen Strukturen nach der Kommunalreform vor und berichteten über die für die Schleswigsche Partei (SP) erfolgreiche Kommunalwahl 2009.
Schulrat Claus Diedrichsen erläuterte das Schulsys­tem und legte dar, inwieweit das Bildungsministerium in Kiel auf die Lehrpläne Einfluss nimmt. Dabei ging es auch um die Lehrerversorgung, Lehrpläne und Schulabschlüsse sowie die Finanzierung. Das Land Schleswig-Holstein zahlt dem DSSV jährlich 1,4 Millionen Euro.
Diedrichsen berichtete zudem über das neue Institut für Minderheitenpä­dagogik am University College Syd, Hadersleben. »Eine Minderheitenpädagogik ist notwendig, weil man in Minderheiten Schüler vor sich hat, die mit zwei Sprachen und in zwei Kulturen aufwachsen; sie brauchen eine andere Art der Pädagogik«, betonte Herold.
Im Gymnasium gab Rektorin Ilse Friis den Parlamentariern einen Einblick in den Unterricht und in die sehr erfolgreiche Arbeit dieser Schule. »Das Gymnasium hat einen hervorragenden Ruf«, unterstrich He­rold. »Es ist interessant, dass hier nach zwei Lehrplänen – dem dänischen und dem schleswig-holsteinischen – ge­arbeitet wird« und dass hier eine Anerkennungsprüfung für das deutsche Abitur ge­macht werden müsse. »Sie ist sehr strapaziös. Es sei überlegenswert, ob die Prüfung nicht entfallen könne.
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