Der BDN - die Dachorganisations der deutschen Volksgruppe in Dänemark







Bund Deutscher Nordschleswiger
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Der Nordschleswiger

Königlicher Steuermann auf Medaillenjagd

Polizei musste zwei Verkehrsopfer erschießen

Ministerin bietet 95 Millionen Kronen an Entschädigung für umstrittene Randstreifen

Polizei: Dänische Rocker haben Abteilungen in Thailand

Sylt-Urlauber sollen Sand in Tüten mitbringen

Wieder versuchte Vergewaltigung in Hadersleben

Ministerin: Arbeitslosigkeit ist keine Schande

Leitartikel: Dänischer Robin Hood

Das Jahr 2011 war für die Zeitung das schwerste seit Langem

Pastoren bringen Requisiten mit an den Strand


Nachrichtenarchiv 2011


Neujahrsgruß 2011/2012

Liebe Nordschleswiger,
Das vergangene Jahr war aus Sicht der deutschen Minderheit ein hartes Jahr. Schon oft haben wir vor drohenden Einsparungen gestanden, aber meistens ist es uns gelungen diese abzuwenden. Für 2011 erhielten wir aus Berlin 1 Million Euro weniger als im Vorjahr. Eine Summe in dieser Höhe konnten wir nicht auffangen. Zwanzig Sparvorschläge wurden der Öffentlichkeit vorgestellt und am 18. Januar in einer Anhörung mit mehr als 400 Teilnehmern – sowie in unzähligen Leserbriefen – leidenschaftlich debattiert.
Die Entscheidung fiel am 24. Januar in einer mehr als vierstündigen Sitzung des BDN Hauptvorstandes. Insgesamt 16 Sparmaßnahmen wurden beschlossen. Davon wurden alle Sparten der Arbeit der Minderheit betroffen – vom Sport über Kultur zu Bildung und Medien. Insgesamt wurden 9 Vollzeitstellen gestrichen, davon wurden 13 Personen direkt berührt. Mein Mitgefühl gilt diesen Mitarbeitern und ihren Familien.
Durch die Kürzungen fiel mehr als jede zehnte Stelle außerhalb des Bereiches Schulen und Kindergärten weg. Besonders einschneidend waren die Einsparungen bei unserer Tageszeitung. Der Nordschleswiger trägt fast die Hälfte der gesamten Einsparungen, bleibt uns aber als wichtiges Medium und Sprachrohr erhalten.
Da wir die endgültige Mitteilung über unsere reduzierten Mittel erst Mitte November 2010 erhielten, konnten wir die Kürzungen im laufenden Jahr nicht im vollen Umfang umsetzen. Wir danken Staatssekretär Dr. Bergner und vielen ungenannten Mitstreitern, die für uns 460.000 Euro an Überbrückungsgeldern gefunden haben. Damit kommen wir 2011 finanziell einigermaßen über die Runden.
Für 2012 wünsche ich mir, dass die Finanzen nicht länger einen so zentralen Platz einnehmen werden und dass wir zukünftig auf einer gesicherten Grundlage arbeiten können. Der erste Schritt auf dem Weg dahin ist getan.
Anfang Dezember stimmte ein einiges Nordschleswig Gremium einem Vertragsentwurf zu, der der deutschen Volksgruppe Planungssicherheit und finanziellen Spielraum geben würde. Der Vertrag würde im ersten Schritt die Landesmittel aus Schleswig-Holstein für eine vierjährige Periode absichern. Ich hoffe, diesen Vertrag 2012 unterzeichnen zu können, und das auch die Bundesrepublik bereit ist, einen entsprechenden Weg zu gehen. Die Verträge würden uns nicht unmittelbar mehr Geld geben, aber sie würden die Grundlage schaffen, auf der wir auch langfristige Reformen durchführen könnten.
Genau wie die Finanzen wird uns Das Thema Struktur uns auch 2012 begleiten. In wie weit die Vorschläge für neue Strukturen Anklang finden, wird sich erst nach Abschluss der Öffentlichkeitsphase zeigen. Klar ist für mich, dass wir auch zukünftig weiterhin jährliche Delegiertenversammlungen durchführen werden. Hier gab es eindeutige Aussagen von allen Seiten. Auch sieht es so aus, als ob es eine breite Mehrheit für die Änderungen im Kulturbereich gibt, wo wir versuchen wollen, noch mehr Ehrenamtliche zu engagieren.
Überhaupt war das Ehrenamt – unter dem Motto: Unbezahlbar! – Thema des Deutschen Tages und vieler Veranstaltungen im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit. Ehrenamt ist natürlich überall wichtig, aber bei uns gehört die ehrenamtliche Arbeit zur Identität, genau wie das Bekenntnis zu deutscher Kultur und deutscher Sprache.
An zentraler Stelle stehen für uns weiterhin die grenzüberschreitenden Beziehungen. Es ist erfreulich, dass letzten Endes die Vernunft gesiegt hat, und die permanenten Grenzkontrollen nicht eingeführt wurden. Offene Grenzen sind und bleiben ein wichtiges Symbol für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über die Grenze.
Für das kommende Jahr können wir uns, Dank der Bemühungen von Landtagspräsident Torsten Geerdts, auf ein Treffen mit dem Bundespräsidenten freuen. Wir hoffen natürlich, dass dieses Treffen in Nordschleswig stattfinden kann, und dass wir Gelegenheit bekommen, dem Bundespräsidenten unsere Arbeit vor Ort vorzustellen.
Ich danke allen Ehrenamtlichen für ihre unbezahlbare Arbeit und freue mich 2012 auf ein Wiedersehen – in Sankelmark, auf dem Knivsberg, zum Deutschen Tag oder vor Ort auf einer der vielen Veranstaltungen in Vereinen und Einrichtungen.
Ich wünsche allen ein gutes, neues Jahr!
Hinrich Jürgensen
Hauptvorsitzender
Landtagspräsident Torsten Geerdts (r.) mit BDN Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen


NordschleswigNordschleswig Gremium unterstützt Finanzvertrag mit BDN

Das Nordschleswig Gremium unter Vorsitz von Landtagspräsident Torsten Geerdts (Foto rechts mit BDN Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen) hat sich auf seiner Sitzung am 9. Dezember in Kiel unter anderem mit dem Entwurf eines Vertrages für die Finanzierung der deutschen Volksgruppe beschäftigt. Zweck des Vertrages ist es, die Mittel aus Schleswig-Holstein an den BDN auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. Damit soll gleichzeitig Planungssicherheit und finanzieller Spielraum geschaffen werden.
Der Vertragsentwurf fand im Gremium die Unterstützung aller Fraktionen des Landtages. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen hofft, dass der Vertrag 2012 unterzeichnet werden kann, und dass auch für die Bundesmittel eine entsprechende Vereinbarung möglich wird.

Finanzlücke dank Staatssekretär geschlossen

Das Bundesinnenministerium hat eine einmalige Nachbewilligung zu der institutionellen Förderung des Bundes Deutscher Nordschleswiger genehmigt. Die Nachbewilligung in Höhe von 460.000 Euro ist die positive Antwort auf den Antrag des BDN auf Überbrückungsgeld. Mittel in Höhe der Nachbewilligung fehlen im BDN Haushalt für 2011, weil die Kürzungen für das laufende Jahr nicht in vollem Ausmaß durchgeführt werden konnten, unter anderem weil gesetzliche Kündigungsfristen eingehalten werden mussten.
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen freut sich darüber, dass mit der Nachbewilligung eine drohende Finanzlücke geschlossen werden kann: „Ein großer Dank geht an den Minderheitenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, durch dessen entschiedenen Einsatz ein großer Unterschuss im Volksgruppenhaushalt verhindert werden konnte.“

Sekretariatsleiter im Amt bestätigt

Der BDN Hauptvorstand bestätigte auf seiner Sitzung am 5. Dezember Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen per Akklamation für eine weitere 4-jährige Periode im Amt.

Des Weiteren wurde BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen als Vertreter der deutschen Minderheit für den neuen Vorstand der Region Sønderjylland-Schleswig gewählt. Stellvertreter wurde Kurt Seifert (Foto).

Darüber hinaus wurden die Haushaltsentwürfe für 2012 und 2013 wie vorgelegt verabschiedet. Dies gilt auch für die Investitionsplanung für 2012. Demnach sind größere Investitionen vorgesehen für folgende Einrichtungen:
 Kindergarten Jeising
 Deutsche Schule Pattburg
 Deutsche Schule Hadersleben
 Nachschule Tingleff
 Collegium Hellerup


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Deutscher Tag 2011 - Im Rückblick

Der Deutsche Tag war auch 2011 wieder ein Tag der Begegnung, ein Tag der Feier und ein Tag der Reden. 200 Gäste nahmen vormittags am Informationsgespräch teil. Nachmittags konnte BDN Generalsekretär Uwe Jessen 500 Gäste aus Deutschland und Dänemark begrüßen.

Dokumentation



Staatssekretär Bergner will sich für Überbrückungsgeld einsetzen

Der parlamentarische Staatsekretär im Bundesinnnenministerium, Dr. Christoph Bergner (Foto), zollte der deutschen Minderheit Respekt für die Reaktion auf den engeren Haushaltsrahmen. Dies verdiene Würdigung vom deutschen Zuwendungsgeber, betonte der Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung.
Er versprach im Rahmen einer gemütlichen Veranstaltung in der Deutschen Schule Osterhoist am 4. November, dass er sich beim Finanzminister für die vom BDN beantragten Überbrückungsgelder in Höhe von 460.000 Euro einsetzen werde. Sein Besuch sei ein Zeichen der Verbundenheit.
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen betonte in seiner Rede, dass es für die Zukunftig wichtig sei, dass die Bundesrepublik sich anteilig an den Lohn- und Preissteigerungen beteilige und das es bei der Finanzierung der deutschen Minderheit auch um Planungssicherheit gehen müsse: „Es kann nicht sein, dass wir Anfang November 2011 nicht wissen, wie viel Geld wir für 2012 haben.“ Staatssekretär Bergner erwiderte, dass er mit dem Wunsch nach Langfristigkeit konstruktiv umgehen müsse.“


BDN Hauptvorsitzender: "Mit Überbrückungsgeldern über die Runden"

Presseinformation: BDN Hauptvorsitzender: "Mit Überbrückungsgeldern über die Runden"
Der BDN Hauptvorstand beschäftigte sich auf seiner Sitzung am Dienstag Abend (1. November) unter anderem mit der Haushaltssituation. Für 2011 wird mit einem kleinen Unterschuss des Volksgruppenhaushaltes gerechnet. „Wir kommen 2011 über die Runden, aber nur, wenn wir die angeforderten Überbrückungsgelder aus Berlin bekommen,“ unterstreicht BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen. Die Überbrückungsgelder sind nötig, weil die im Januar beschlossenen Sparmaßnahmen – unter anderem wegen gesetzlicher Kündigungsfristen – nicht sofort umgesetzt werden können. Aus diesem Grund hat der BDN beim Bundesinnenministerium für 2011 460.000 Euro beantragt.

Des Weiteren beschloss der Hauptvorstand die Öffentlichkeitsphase anlässlich der Vorschläge für eine neue Struktur bis zum 10. Februar zu verlängern, um allen genug Zeit zu geben, sich mit den Vorschlägen auseinanderzusetzen.


Kurt Seifert zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats gewählt

Kurt Seifert zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats gewählt

Kurt Seifert, stellvertretender BDN Hauptvorsitzender, wurde auf der ersten Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats für Archiv/Historische Forschungsstelle der deutschen Minderheit am 31. Oktober zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Lorenz Peter Wree, Vorsitzender der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft. Die übrigen Mitglieder des Beirates sind:

 Der Leiter des Deutschen Museums für Nordschleswig: Hauke Grella
 Ein deutscher Historiker: Prof. Dr. Oliver Auge, Institut für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, CAU
 Ein dänischer Historiker: Dr. phil Hans Schultz Hansen, Archivar & Forschungsleiter, Landsarkivet
 Ein Vertreter einer Forschungseinrichtung/Universität der Region: Elisabeth Vestergaard, Leiterin Institut for Grænseregionsforskning, SDU
 Der BDN Generalsekretär oder ein von ihm ernannter Vertreter: Harro Hallmann (Sekretär)

Der Beirat hat unter anderem zur Aufgabe, Schwerpunkte der Forschungsarbeit festzulegen, bei der Entwicklung von Projekten und Identifikation von möglichen Zusammenarbeitspartnern mitzuwirken und Drittmittel zur Finanzierung der Forschungsarbeit zu identifizieren.

Kulturnacht-Quiz: Gewinner gezogen

Als der Bund Deutscher Nordschleswiger am 14. Oktober bei der Kulturnacht im Folketing dabei war, konnten die Besucher an einem Quiz teilnehmen. Gefragt wurde dabei nach dem Geburtsjahr der deutschen Minderheit, der Lage von Rutebüll und welches Land neben Dänemark 2017 eine Kulturhauptstadt ernennt. 436 Besucher haben am Quiz teilgenommen und die richtigen Antworten hatten:

1. Preis, ein Wochenendaufenthalt im Rudbøl Grænsekro: Line Andersen, Espergærde
2. Preis, ein Wochenendaufenthalt im Comwell Hotel in Sonderburg: Morten Nygaard, Sonderburg
3. – 6. Preis: jeweils 2 Eintrittskarten zum Konzert der Musikvereinigung in Kopenhagen am 20. November:
Jeanne Kristiansen, Fårevejle
Anton Vest, Ry
Bjarne D. Jensen, Horsens
K. Bennetsen, Toftlund

Die korrekten Antworten: 1920, südwestlich von Tondern und Zypern.

Hauptvorstand lädt ein zur Debatte über Strukturänderungen

Der BDN Hauptvorstand lädt ein zur Debatte über eine neue Struktur am Montag, d. 10. Oktober 2011 um 19.30 Uhr in der Aula der Ludwig-Andresen-Schule, Popsensgade 2, Tondern.

Der BDN Hauptvorstand stellt seinen Vorschlag für eine neue Struktur vor. Änderungen betreffen unter anderem die Zusammensetzung von Hauptvorstand und Kulturausschuss sowie die Aufgaben der Bezirke.

Die Präsentation ist Auftakt einer Öffentlichkeitsphase, die bis zum 10. Dezember 2011 geht, und in deren Verlauf wir gerne bereit sind, auch in Ortsvereinen oder Bezirken zu diskutieren.

Im Januar wird sich der Hauptvorstand dann erneut mit den Änderungsvorschlägen beschäftigen, wobei die Kommentare aus der Öffentlichkeitsphase einbezogen werden.

Auf dieser Grundlage sollen dann neue Satzungen erarbeitet werden, die im April/Mai der Delegiertenversammlung vorgelegt werden.

Die Druckversion ist im Deutchen Generalsekretariat erhältich.

Feier zum Tag der deutschen Einheit im Haus Nordschleswig, 3. Oktober 2011


130 Gäste zum Tag der deutschen Einheit

(4. Oktober 2011) 130 Gäste aus Deutschland und Dänemark nahmen am 3. Oktober im Haus Nordschleswig an der Feier zum Tag der deutschen Einheit Teil.

Der Gesandte der deutschen Botschaft, Dr. Johannes Trommer (Foto), betonte in seiner Ansprache, dass es etwas besonderes sei, dass nicht nur in den Hauptstädten der Welt der Tag der deutschen Einheit gefeiert wird, sondern auch in Nordschleswig. Des Weiteren sagte er: "Es war nicht immer einfach, mit der gemeinsamen deutsch-dänischen Geschichte zu leben. Heute wird sie akzeptiert als die Grundlage für Freundschaft und Zusammenarbeit."

Honorarkonsul Thomas Bekker erinnerte an die überwundenen Schrecken der Mauer und der deutschen Teilung und BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen sprach von der Bedeutung der Erinnerung: "Für viele junge Leute – und seit 1989 ist das eine ganze Generation – sind diese Ereignisse buchstäblich Geschichte, die sie nur aus Büchern, von Fotos oder Filmen kennen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns jedes Jahr am Tag der deutschen Einheit erinnern."

SP Stadtratsmitglied Stephan Kleinschmidt hatte die druckfrische Bewerbung Sonderburgs für den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2017 mit dabei und betonte die Bedeutung von Brücken als Weg und Symbol der Begegnung.

Motto Deutscher Tag

(20. September) Dem Hauptvorstand lagen 18 Vorschläge für ein Motto des Deutschen Tages vor. Aus diesen wurde einstimmig Ehrenamt – Unbezahlbar ausgewählt. Dies geschah in Anlehnung an die Veranstaltungen, die Anfang September unter dieser Überschrift in vier Orten sowie im Haus Nordschleswig durchgeführt wurden.

BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen überreicht Botschafter Zenner und Frau Blumen und Bücher über Nordschleswig, im Vordergrund Honorarkonsul Thomas Bekker


Botschafterbesuch in Nordschleswig

(13. September 2011) Der neue deutsche Botschafter in Kopenhagen, Michael Zenner, besuchte am 12. und 13. September Nordschleswig und die deutsche Minderheit.

Auf dem Programm standen unter anderem Besuche im deutschen Kindergarten Margrethenweg in Apenrade, der deutschen Schule und dem Deutschen Museum für Nordschleswig in Sonderburg, beim Nordschleswiger sowie eine Führung im Jugendhof Knivsberg und über das Gelände.

Darüberhinaus fanden Gespräche mit Vertretern der Verbände im Haus Nordschleswig statt. Dabei betonte Botschafter Zenner die Scharnierfunktion der deutschen Minderheit.

Bei dem anschliessenden Sektempfang gab BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen dem Botschafter Bücher über Nordschleswig,
den Reiseführer „Kurs Nordschleswig“ sowie das Nordschleswig Buch mit Artikeln zur Kultur, Landschaft und Geschichte Nordschleswigs mit auf den Weg.

Da die Planung einer gemeinsamen deutsch-dänischen Veranstaltung zum 150. Jahrestag der Schlacht bei Düppel voraussichtlich ebenfalls in den Verantwortungsbereich des Botschafters fallen wird,
überreichte Jürgensen auch das Buch über das „deutsch-dänische Schicksalsjahr 1864“ und wünschte dem Botschafter abschließend wünschen viel Erfolg auf dem neuen Posten.



Unbezahlbar - Ehrenamt im Mittelpunkt

(9. September 2011) 90 Ehrenamtler aus deutschen und dänischen Vereinen, aus allen Bereichen und aus ganz Nordschlesweig nahmen am 8. September im Haus Nordschleswig an einer Inspirationsveranstaltung teil.

Die Powerpoint-Präsentationen können hier runtergeladen werden.


Treffen mit Staatsminister Lars Løkke Rasmussen

Staatsminister Lars Løkke Rasmussen trifft am 10. September, mit einer kleinen Delegation der deutschen Minderheit in Hadersleben zusammen.

„Ich freue mich, dass die Tradition gewahrt bleibt, und der amtierende Staatsminister in Verbindung mit einer Folketingswahl Vertreter der Minderheit trifft, und bedanke mich bei allen, die dieses Treffen ermöglicht haben,“ erklärt BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen in Erwartung auf das auf 45 Minuten angesetzte Gespräch.

Lars Løkke Rasmussen nimmt in Hadersleben an einem Mittag mit dem lokalen Venstre-Kandidaten und Verkehrsminister Hans Chr. Schmidt teil.
Helle Thorning-Schmidt, im Hintergrund die lokale Folketingskandidatin Anne Sina


Gut aufgelegte Helle Thorning im Haus Nordschleswig

Helle Thorning-Schmidt, Vorsitzende der Sozialdemokraten und Kandidatin der Opposition für den Staatsministerposten traf am 30. August Vertreter der deutschen Minderheit im Haus Nordschleswig. Sie lobte die Arbeit der deutschen Nordschleswiger und unterstrich die Bedeutung von einem guten Verhältnis zur Minderheit.

Bei dem lockeren - etwa halbstündigen Gespräch - ging es um die Finanzierung der deutschen Kindergärten und Schulen.

Darüberhinaus wurden Fragen gestellt zur Integrationspolitik und zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie zur Wiedereinführung der permanenten Grenzkontrollen. Letztere würden, so Thorning-Schmidt, bei einem Regierungswechsel wieder abgeschafft, und durch gezielte Zoll- und Polizeikontrollen ersetzt werden.

Die Vorsitzende der Sozialdemokraten freute sich über den guten Austausch über die Grenze und hoffte, dass dieser in Zukunft weiter intensiviert würde.

Das Gespräch war zu Stande gekommen durch die Vermittlung der lokalen Folketingskandidatin Anne Sina.
Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger hat sich auf seiner Sitzung am 15. August unter anderem mit der Planung für den Deutschen Tag 2011 am Sonnabend dem 5. November beschäftigt.

Für die diesjährige Veranstaltung wird noch ein Motto gesucht. Angedacht ist eine Verbindung zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit und dem hohen Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit in der deutschen Minderheit.
Vorschläge für das Motto nimmt das Generalssekretariat bis zum 11. September entgegen. Die Entscheidung wird vom Hauptvorstand auf der Sitzung am 19. September getroffen.

Generalsekretär Uwe Jessen informierte des Weiteren darüber, dass in diesem Jahr erstmals zum Deutschen Tag auch ein paralleles Programm für Kinder und Jugendliche angeboten wird.


Minderheiten und Tourismus: Internationale Jugendbegegnung auf Röm

Die jungen SPitzen, politische Jugendorganisation der deutschen Minderheit, sind in diesem Jahr wieder Veranstalter eines Jugendaustausches mit verschiedenen Minderheiten aus Europa.
Das diesjährige Exchange findet unter dem Motto „Between culture and commerce – Minorities and tourism“ statt und ist vom „Youth in Action“-Programm finanziert. Durchgeführt wird die Veranstaltung mit vierzig jugendlichen Minderheitenangehörigen aus Polen, Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland auf der Nordseeinsel Röm/Rømø vom 23. bis 30. Juli.
Der Vorsitzende der jungen SPitzen, Rasmus Jessen, erläutert: „Auf das Thema Tourismus aufmerksam wurden wir bei verschiedenen internationalen Begegnungen zwischen Minderheitenjugendlichen. Dort zeigte sich, dass viele Minderheiten sehr unterschiedlich mit diesem Thema umgehen. Uns stellte sich dabei die Frage, wie man Minderheiten als kulturellen Mehrwert in die touristischen Aktivitäten mit einbeziehen kann, aber auch welche Probleme sich für Minderheiten durch den Tourismus ergeben können.“
Um das Thema auf europäischer Ebene zu beleuchten, werden die Jugend-Minderheitenorganisationen über ihre Situation berichten. In unterschiedlichen Workshops soll die Lage eingehend beleuchtet werden. Um spezifisch die Situation in der Kommune Tondern/Tønder zu vertiefen, wird ein Informationsgespräch mit den für den Tourismus der Kommune verantwortlichen Stellen geführt. Abschließend wird eine Resolution erarbeitet, die den jeweiligen Verantwortlichen in den Siedlungsgebieten der Minderheiten überreicht werden soll.
Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit bei einem Informationsabend am 28.7. im Turnerheim in Tondern vorgestellt. Hier sind Gäste und Medien herzlich eingeladen.

Nachruf Kresten Philipsen


Die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig trauert um Kresten Philipsen, der am 13. Juli 2011 im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Mit seinem Tod verliert Nordschleswig eine große Persönlichkeit.
Kresten Philipsen war eine aufrechter und ehrlicher Mann – als Mensch und als Politiker. Er hat gesagt, was er dachte und getan, was er für richtig hielt.

Er war ein guter Freund der deutschen Minderheit und verfolgte unsere Arbeit mit Interesse und war immer bereit, uns zu unterstützen. Er war ein treuer Besucher des Deutschen Tages, wo er oftmals in seiner Funktion als Amtsbürgermeister gesprochen hat – auch auf Deutsch.

Besonders hoch anzuerkennen sind seine Verdienste um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Ohne sein persönliches Engagement für die Region Sønderjylland-Schleswig wäre dieser Rahmen der grenznahen Kooperation kaum – oder auf alle Fälle erst wesentlich später – zu Stande gekommen.

Der Bund Deutscher Nordschleswiger wird das Andenken von Kresten Philipsen in hohen Ehren halten.

Hinrich Jürgensen, 13. Juli 2011

Hauptvorsitzender des
Bundes Deutscher Nordschleswiger

Knivsbergfest 2011: Festrede zum Thema Identität

Trotz drohender Regenwolken blieb das Wetter am Sonntag (19. Juni) beim Knivsbergfest weitestgehend freundlich und trocken. Auf Spielwiese, Handballbahnen und dem Markt der Möglichkeiten kamen viele Besucher auf ihre Kosten.
Höhepunkt der Veranstaltung war wie immer das Kulturprogramm in der Mulde mit Festrede; in diesem Jahr von Anne Sina (Foto), Folketingskandidatin der Sozialdemokraten und deutsche Nordschleswigerin.
Sie beschäftigte sich in ihrer Ansprache mit dem Thema Identität:
„Wir, die im Laufe der letzten Jahre in der Minderheit aufgewachsen sind, haben einen Kompass mitbekommen, der uns das problemlose und sichere Wandern im Grenzland zwischen deutsch und dänisch ermöglicht. Wir haben keine Angst vor Fallgruben und Stolpersteinen, sondern nutzen die einzigartige Chance, die wir bekamen, um unseren eigenen Weg zu finden.
Ich sehe es als ein Zeichen für eine starke, selbstsichere und zukunftsorientierte Minderheit, dass sie kein vorgeschriebenes Re-zept hat, wie man genau ein ‚echter Nordschleswiger‘ ist, sondern die Definition dem Einzelnen überlässt.
Dass sie keine Angst hat vor der Zusammenarbeit mit den anderen Menschen im Grenzland und dass sie nicht künstlich Grenzen zwischen Menschen aufrechterhält, sondern dazu beiträgt, sie abzubauen. Darüber bin ich ehrlich gemeint stolz.“


Kontaktausschuss tagte auf dem Berg

Das Nordschleswig Gremium des Schleswig-Holsteinischen Landtages tagte am 15. Juni 2011 auf dem Knivsberg unter Vorsitz von Landtagspräsident Torsten Geerdts (Foto mit BDN Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen auf dem Knivsberg).

Das Gremium, dem Mitglieder aller Fraktionen des Landtages und des Bundestages angehören, beschäftigte sich unter anderem mit den noch ausstehenden Überbrü-ckungsgeldern in Höhe von knapp 3,5 Mio. Kr. Diese sind in Berlin angefordert worden, weil die Sparmaßnahmen auf Grund von Kündigungsfristen 2011 nicht in voller Höhe umsetzbar sind.

Außerdem wurde ein Arbeitsgruppe gebildet, die bis zur nächsten Sitzung des Gremiums Anfang Dezember 2011 Vorschläge unterbreiten soll, wie für die deutschen Nordschleswiger eine höhere Planungssicherheit bei den Bundesmitteln erreicht werden kann.
Weiter Themen der Gespräche waren die kommenden Grenzkontrollen sowie ein Bericht aus Kopenhagen von Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen.

Des Weiteren stellte Heiko Frost den Jugendhof Knivsberg vor. Er unterstrich, dass der Jugendhof sich auch als eine schleswig-holsteinische Bildungseinrichtung sieht, belegt durch die Teilnahme der vielen Gäste aus Schleswig-Holstein, die ein Drittel der jährlich 20.000 Teilnehmer ausmachen.


BDN Treffen mit NDR Spitze

Vertreter des Bundes Deutscher Nordschleswiger trafen sich am Mittwoch (26. Mai 2011) mit der Direktion des Landesfunkhauses in Kiel.
Bei dem einstündigen Gespräch ging es um Möglichkeiten, die grenzüberschreitende Kooperation im Medienbereich zu stärken.
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen lobte die Berichterstattung des NDR über die Aktivitäten der deutschen Minderheit. Es wurde vereinbart, mit einer Reihe von konkreten Ideen weiterzuarbeiten.

Foto: (von rechts) BDN Kommunikationschef Harro Hallmann, Generalsekretär Uwe Jessen, Leiter des NDR Studios Flensburg Werner Junge, BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Direktor des Landesfunkhauses Friedrich-Wilhelm Kramer, Leiter des Programmbereichs Fernsehen Norbert Lorentzen, Leiter des Programmbereichs Hörfunk Volker Thormählen und der Moderator des Ostseemagazins Ernst Christ.

Wirtschaftsplan und Invesitionen für 2012 verabschiedet

Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger verabschiedete in seiner Sitzung am Montagabend (2. Mai) den Wirtschaftsplan für 2012. Dieser enthält in vollem Umfang die Einsparungen in Höhe von 6 Mio. Kronen, die Anfang des Jahres beschlossen wurden.
Hauptgeschäftsführer Rasmus Hansen gab einen Überblick über den Jahresabschluss 2010, der am 10. Mai der BDN Delegiertenversammlung vorgelegt wird.

Außerdem wurde – unter Voraussetzung der Bewilligung – eine Reihe von Investitionen beschlossen.
Aus den Landesmitteln (46.000 Euro) werden 2012 gefördert:
 Wärmedämmung, Förde-Schule Gravenstein
 Erneuerung der Fensterfront Aula/Innenhof, Deutsches Gymnasium

Aus den Bundesmitteln (414.000 Euro) werden 2012 gefördert:
 Behindertengerechter Umbau Haus Quickborn
 Erneuerung des Flachdaches, Deutsches Gymnasium
 Erneuerung der Schiebetüren und Fenster im Turnhallenbereich, Förde-Schule Gravenstein
 Sanierung der Schülertoiletten im Altbau, Deutsche Schule Hadersleben
 Sanierung der Schülertoiletten, Deutsche Privatschule Sonderburg
 Installation einer Ventilationsanlage, Deutscher Kindergarten Hadersleben
 Neue Steuerungsanlage für Heizung, Ludwig-Andresen Schule, Tondern

Auf Grund der Kürzungen bei den investiven Mitteln, stehen weiterhin sehr viele dringliche Projekte auf der Warteliste.

Beirat einberufen

Der Geschäftsausschuss des BDN tagte ebenfalls am Montagabend und berief den neuen Wissenschaftlichen Beirat für Archiv/Historische Forschungsstelle der deutschen Minderheit, ihm gehören an:

 Als Vertreter des BDN Hauptvorstandes: Kurt Seifert
 Als Vertreter der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft: Lorenz Wree
 Die Leiterin des Deutschen Museums für Nordschleswig: Ruth Clausen
 Ein deutscher Historiker: Prof. Dr. Oliver Au-ge, Institut für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, CAU
 Ein dänischer Historiker: Dr. phil Hans Schultz Hansen, Archivar & Forschungsleiter, Landsarkivet
 Als Vertreter einer Forschungseinrichtung/Universität der Region: Elisabeth Vestergaard, Leiterin Institut for Grænseregionsforskning, SDU
 Der BDN Generalsekretär oder ein von ihm ernannter Vertreter: Harro Hallmann

Der Beirat hat zur Aufgabe:
 Schwerpunkte der Forschungsarbeit festzulegen.
 Bei der Entwicklung von Projekten und Identifikation von möglichen Zusammenarbeitspartnern mitzuwirken.
 Drittmittel zur Finanzierung der Forschungsarbeit zu identifizieren.

Kulturausschussvorsitzende Marion Petersen zum Thema Kultur

Schlaue Leute haben Kultur wie folgt definiert: Kultur ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbstgestaltend hervorbringt, im Unterschied zur nicht von ihm geschaffenen Natur. Kultur im BDN? Was verstehen wir denn unter KULTUR?
Musik, Theater, Sprache, Literatur...Hochkultur wie anspruchsvolle Konzerte, Meisterkurse, Theaterbesuche im Landestheater; Breitenkultur wie Amateurorchester, Singkreise, Laienspiel, Soziale Kultur wie Bayrische Abende, Fahrten, ....
Doch wo wollen wir als Kulturausschuss eigentlich hin? Welchen Weg der Kultur will ich als Vorsitzende gehen und ebnen?
Viele Fragen, die ich mir bei Dienstantritt auch gestellt habe. Wo gehöre ich hin? Was ist meine Aufgabe? Was erwartet man von mir? .....
Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keine konkreten Antworten gefunden. Ich stochere noch ein wenig im Nebel herum und suche nach Orientierungspunkten. Der Nebel wird sich hoffentlich mit der Zeit auflösen oder zumindest durchsichtiger werden, so dass ich/wir klarer sehen wohin wir im BDN kulturell gehen wollen.
Die Kulturpolitik des BDN muss neu durchdacht werden. Alles ist im Wandel, da dürfen auch wir nicht stehen bleiben und müssen vielleicht auch mal vom herkömmlichen Weg abweichen und neue Stichwege gehen oder Abzweigungen nehmen.

Für mich persönlich ist die kulturelle Kinder- und Jugendarbeit sehr wichtig. Wenn wir hier den Anschluss verpassen, dann fehlen uns zukünftig kulturschaffende, kulturausübende, kulturnutzende Mitglieder der Minderheit.
Was man kennen und lieben gelernt hat, will man nicht mehr missen, geschweige denn abschaffen.
Wer das Interview im Nordschleswiger zum Thema Kultur gelesen hat, weiß, dass ich die Kultur bei uns mit einem Haus vergleiche.
Kinder- und Jugendarbeit sind das Fundament, die Grundlage eines Hauses. Laienspiel, Singkreise, kulturelle Fahrten, Chöre bauen dort auf. Ohne diese Wände (unsere Breitenkultur), wäre es kein funktionierendes Haus. Sie geben den Mitgliedern der Minderheit den Raum, der gebraucht wird, damit eine Entwicklung stattfinden kann.
Ohne diese Wände würde z.B. ein Dach nicht gehalten werden. Hier im Dach haben diejenigen, die mehr wollen, professioneller Arbeiten oder professioneller genießen wollen (unsere Hochkultur), die Möglichkeit auf die Breitenkultur aufzubauen und von dort heraus zu erwachsen.
Unten das Fundament mit der Kinder- und Jugendarbeit, die Breitenkultur als tragende Wände und Raum gebend, und die Hochkultur als Dach, die zusammen das Gebäude Kultur vervollständigen.

Welches ist dein Lieblingsfilm?
Ich habe keinen richtigen Lieblingsfilm. Gehe ich ins Kino, dann mit den Kindern ;-)
Ich mag jedoch alte Filme aus den 60gern mit Audrey Hepburn, Doris Day, James Stewart. Und natürlich Tanzfilme mit Gene Kelly.

Wer sind die wahren Helden im wirklichen Leben?
Helden? Ich habe keine Helden. Ich bewundere jedoch Menschen wie Gandhi, Martin Luther King, die sich gewaltlos für ihre Prinzipien einsetzen. Sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zurückstellen, und sich für andere oder eine Sache aufopfern.
Die Frauen, die im 3. Reich im Winter, durch wochenlange friedliche Proteste in der Rosenstrasse in Berlin, es geschafft haben, ihre Männer und Angehörigen aus dem Zwischenlager Rosenstrasse frei zu bekommen.
Für mich sind die wirklichen Helden alle Menschen, im Alltag Zivilcourage zeigen.

Welche historische Person bewunderst du am meisten?
Eine historische Person, die ich dann auch noch bewundere? Ich habe weder Helden noch Leute, die ich bewundere. Allerdings finde ich Frauen faszinierend, die in den unterschiedlichen Zeiten es geschafft haben, sich ihren Platz unter den Männern durch Wissen, fachlicher Kompetenz und diplomatisches Geschick zu erkämpfen. Frauen, die Vordenker waren und anderen einen Weg geebnet haben. Den Blick aus einer anderen Perspektive ermöglichten und als gleichwertig angesehen wurden; z.B. Frauen wie Hildegard von Bingen, Sophie Scholl, Mutter Teresa, Maria Montessori....

Was hältst du für die wichtigste Erfindung?
Das Telefon und andere Kommunikationstechnologien natürlich. Es ermöglicht den persönlichen Kontakt und Austausch über sonst nicht so leicht zu überwindende Distanzen.

Was isst du am Liebsten?
Alles was mit Liebe zubereitet wird… Ich esse gerne Grünkohl (sowohl sønderjydsk grønlangkål, wie auch den aus dem Angeliter Raum) mit Kochwurst, Kassler, Brat- und süßen Kartoffeln.

Marion Petersen wurde am 24. Juli 1970 in Flensburg geboren. Sie ist mit dem Diplomingenieur Jörn Petersen verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder: Jesper Daniel Petersen (1998) und Mia Caroline Petersen (2002).
Nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule in Heide besuchte sie dort das Werner-Heisenberg-Gymnasium und studierte anschließend an der Bildungswissenschaftlichen Hochschule-Universität Flensburg die Fächer Erziehungswissenschaften, Musik und Biologie.
Marion Petersen ist seit 2006 Lehrerin an der Deutschen Privatschule Sonderburg. Sie wurde Ende 2010 von der BDN Delegiertenversammlung zur Kulturausschussvorsitzenden gewählt.

Sondersitzung des Nordschleswig-Gremiums am 13. April in Berlin


Lösung für Finanzierungslücke zeichnet sich ab

Für die akute Finanzierungslücke von 460.000 Euro bei der deutschen Minderheit in Nordschleswig zeichnet sich eine Lösung ab. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Christoph Bergner, am 13. April in Berlin auf der Sondersitzung des Nordschleswig-Gremiums des Schleswig-Holsteinischen Landtages, dass er diese Frage für ,,lösbar" halte.
Das Innenministerium werde in den nächsten Wochen einen entsprechenden Finanzierungsvorschlag erarbeiten. Die Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing (CDU), Sönke Rix (SPD) und Jürgen Koppelin (FDP) erklärten zudem, dass sie einen solchen Vorschlag im Bundestag unterstützen würden. Der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger Hinrich Jürgensen, und der Vorsitzende des Nordschleswig-Gremiums, Landtagspräsident Torsten Geerdts, zeigten sich mit dem Ergebnis der Gespräche sehr zufrieden. ,,Ich freue mich, dass unsere Reise nach Berlin ein voller Erfolg ist", betonte Geerdts.
Die Überbrückungsfinanzierung von 460.000 Euro ist notwendig, weil die beschlossenen Sparmaßnahmen auf Grund von Kündigungsfristen nicht sofort umgesetzt werden können. Nötig wurden die Sparmaßnahmen durch eine Kürzung der bundesdeutschen Förderung in Höhe von einer Million Euro.
Die gezeichneten Charaktere im Gruppenbild
Wen man im Krug so alles treffen kann...


Hörspiel „Krug an der Wiedau“

Der Krug an der Wiedau liegt irgendwo im Westen der Dörfer Rosenkranz und Ruttebüll an der Westküste des alten Herzogtums Schleswig an der dänisch-deutschen Grenze.
Auf einer kleinen Insel inmitten des Grenzflüsschens Wiedau liegt der alte Krug mitten im Niemandsland, und keiner weiß so genau, zu welchem Land er eigentlich gehört.
Dem knurrigen Gastwirt Lorenz und seiner alt-klugen Frau Grethe ist das auch völlig egal, genau so wie dem überschaubaren Kreis der Stammgäste. Sie sind nicht Dänen und Deutsche, sondern Friesen und Jüten. Und wenn Bauer Jens, Pastor Pörksen, der junge Dorfschullehrer Lars, Verkäuferin Ulla und die beiden urigen Tresenoriginale Pedsen und Doos sich so ihre eigenen Gedanken über die Welt machen, dann geschieht das in den 5 Sprachen, die in der Marsch der schleswigschen Westküste gesprochen werden. Im Krug an der Wiedau hört man neben Deutsch und Dänisch vor allem Südjütisch, Friesisch und etwas Plattdeutsch. Da haben es der zugewanderte "Holsteiner" und die junge, aus Kopenhagen stammende Künstlerin Charlotte Lund Gregersen nicht immer leicht, alles zu verstehen...und verstanden zu werden - aber das liegt eigentlich nicht an der Sprache!
Krug an der Wiedau ist
 ein Hörspielprojekt zwischen dem Bund Deutscher Nordschleswiger (Uffe Iwersen) und dem Friisk Foriining;
 eine Serie bestehend aus insgesamt 19 Folgen, in denen je alle 5 Sprachen der Grenzregion vorkommen;
 ein Projekt, an dem um die 30 Personen beteiligt waren;
 gefördert durch die Kulturbrücke-Kulturbro der Region Sønderjylland-Schleswig
 ein Produkt, das zum genauen Zuhören und öfters zum Lachen animiert.
Reinhören kann jeder bei: www.vidaakro.dk.


Ehrenamt - Unbezahlbar!

Der BDN hat 50.000 Kr. vom dänischen Sozialministerium erhalten, um die ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Volksgruppe der Öffentlichkeit zu präsen-tieren.
Am 9. oder 10. September 2011 soll in jeder der vier nordschleswigschen Kommunen ja an einem Ort ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet werden. Darüberhinaus findet am Donnerstag, d. 8.9. nachmittags/abends eine Konferenz zum Thema Ehrenamt im Haus Nordschleswig statt.
Gesucht werden vier Ausrichter für die Veran-staltungen vor Ort. Es wird in jedem Bezirk nur je eine Veranstaltung gefördert.
Auswahlkriterien sind unter anderem:
 Einbindung möglichst vieler Verbände, Vereine und Organisationen der Minderheit
 Zugänglichkeit für die breite Öffentlichkeit
 Inhaltliche Linie des Tages
 Gesamtkonzept (wie ist der Tag aufgebaut und wie soll der Tag umgesetzt werden)
Interessenten können beim Kulturkonsulenten Uffe Iwersen (iwersen@bdn.dk) ein Bewerbungsformular erhalten. Dies ist bis zum 6. Mai einzuschicken.

BDN Hauptvorstand verabschiedet Sparhaushalt 2011

Der BDN Hauptvorstand verabschiedete am 21. März den Haushalt 2011. Dieser ist geprägt durch die bundesdeutschen Kürzungen und die daraufhin beschlossenen Sparmaßnahmen in Höhe von rund 6 Millionen Kronen. Des Weiteren wurden Investitionsprojekte für 2011 festgelegt. Dafür stehen 2011 insgesamt 460.000 Euro zur Verfügung – 205.000 weniger als 2010. Ausgewählt wurden zwingend notwendige Instandhaltungsarbeiten an Schulen und Kindergärten, so unter anderem an den deutschen Schulen Lunden, Apenrade, Sonderburg, Gravenstein und Lügumkloster und dem Kindergarten Bülderup.
Eingeleitet wurde die Sitzung mit einer Präsentation der Kandidatur Sonderburgs zur Europäischen Kulturhauptstadt 2017 durch den SP Vertreter im Stadtrat, Kulturausschussvorsitzenden Stephan Kleinschmidt. Er forderte die deutsche Minderheit auf, sich engagiert für die Bewerbung Sonderburgs und der Grenzregion einzusetzen und eigene Projekte im Kulturbereich zu entwickeln.
Die Sitzung diente auch der Konstituierung für die Wahlperiode 2011-2014. In dem Zusammenhang wurden die neugewählten Vorsitzenden - Hugo Schmitt, Schleswigsche Partei Apenrade sowie Christa Hansen, BDN Bezirk Hadersleben - im Hauptvorstand begrüßt und eine Reihe von Posten neu- beziehungsweise wiederbesetzt, unter anderem:
 Vertreter im Regionalrat: Hinrich Jürgensen (Stellvertreter: Kurt Seifert) - Wiederwahl
 Interreg-Ausschuss: Siegfried Matlok (Susanne Jagusch) – Wiederwahl
 FUEV-Delegierte: Hinrich Jürgensen und Kurt Seifert - Neuwahl
 Der stellvertretende Hauptvorsitzende, Kurt Seifert, wurde in den neu eingerichteten Wissenschaftlichen Beirat für Archiv/Historische Forschungsstelle der deutschen Minderheit gewählt.

Verabschiedung von Hauptvorstandsmitgliedern

BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen dankte den ausscheidenden Hauptvorstandsmitgliedern für ihren Einsatz.

Kurt Andresen für seine vierjährige Periode als SP Kommunalvorsitzender in Apenrade und Christian Jürgensen über 40-jähriges Engagement für die deutsche Volksgruppe.
1986 wurde Christian Jürgensen als BDN Bezirksvorsitzender für Hadersleben in den Hauptvorstand berufen. Der Dank galt auch Harald Søndergaard, dessen langjähriger Einsatz als Vertreter der Selbsthilfe im Hauptvorstand in Verbindung mit seinem 70. Geburtstag vor einigen Wochen gewürdigt wurde.

Foto: Verabschiedung: (von links): Christian Jürgensen, Hinrich Jürgensen, Kurt Andresen.

Wahl zu den BDN & SP Bezirksvorständen

Apenrade: Hier wurde am 17. März Mary Schneider, Pattburg, erneut zur Vorsitzenden gewählt. Die Wahl zum SP Vorsitzenden gewann Hugo Schmitt, Tingleff. Sein Stellvertreter wurde Andreas Jessen, Terkelsbüll.

Hadersleben: Der Bezirk Hadersleben hat Ende Februar Christa Hansen zur Vorsitzenden gewählt. Die deutsche Pastorin wird unterstützt von dem ebenfalls neugewählten zweiten Vorsitzenden, Carsten Schmidt, Süder-ballig. Hans-Iver Kley wurde als Vorsitzender der Schleswigschen Partei bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Ernst Justus Jessen gewählt.
Abschlussveranstaltung im Haus Nordschleswig: BDN Generalsekretär Uwe Jessen, Vorsitzender der Region Sydjylland Carl Holst, BDN Chef Hinrich Jürgensen und Medienpolitische Sprecherin Ellen Trane Nørby


Abschlussveranstaltung "Unter Nachbarn/Blandt Naboer"

Das grenzüberschreitende Medienprojekt "Unter Nachbarn/Blandt naboer" fand einen würdigen Abschluss am 8. März im Haus Nordschleswig.

Der Bund Deutscher Nordschleswiger und Partner Sydslesvigsk Forening hatten eingeladen. Chefredakteur Siegfried Matlok (Der Nordschleswiger) führte durch ein buntes Programm mit musikalischen Beiträgen von Schülern der Minderheitengymnasien in Flensburg und Apenrade, während Redner wie der Regionsvorsitzende Carl Holst, die medienpolitische Sprecherin der Venstre-Fraktion Ellen Trane Nørby und Landrat und Vorsitzender der Region Sønderjylland-Schleswig Dieter Harrsen den Vorbildcharakter des Medienprojektes hervorhoben.

BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen betonte in seiner Ansprache: "Für uns in der deutschen Minderheit ist es immer ein Ziel gewesen, dass die Grenze keine Barriere sein darf, sondern Brücke sein soll. In diesem Zusammenhang kann die Bedeutung des Projektes „Unter Nachbarn/Blandt naboer“ nicht überschätzt werden – ein Blick auf die Liste der mir folgenden Redner veranschaulicht das ebenfalls. Durch das Kennenlernen kommt man sich näher, und das ist gerade hier im Grenzland entscheidend, damit der scheinbare Nachteil der Randlage zum Vorteil einer dynamischen Wachstumsregion werden kann."


Hauptvorstand beschließt Sparmaßnahmen in Höhe von 6,2 Mio. Kr. – alle Sparten sind betroffen

Der BDN Hauptvorstand hat in seiner Sitzung am 24. Januar eine Reihe von Sparmaßnahmen beschlossen, die insgesamt eine Sparsumme von 6.195.000 Kr. ergeben.

Von den 16 Sparmaßnahmen sind alle Sparten der Arbeit der Minderheit betroffen – vom Sport über Kultur, Bildung und Medien. Insgesamt werden 9 Vollzeitstellen gestrichen, davon werden 13 Personen direkt berührt.
Besonders einschneidend sind die Einsparungen bei der Tageszeitung der deutschen Minderheit. Der Nordschleswiger trägt mit 2,8 Mio. fast die Hälfte der Einsparungen.

Die harte Sparrunde war nötig, nachdem die Mittel der deutschen Volksgruppe von Seiten der Bundesrepublik Deutschland 2011 um 1 Million Euro (7,5 Mio. Kr.) im Vergleich zu 2010 gekürzt wurden.
In der vierstündigen Sitzung des Hauptvorstandes wurden auch die Vorschläge und Bemerkungen der öffentlichen Anhörung im Deutschen Gymnasium am 18. Januar berücksichtigt.


Die Aula des Gymnasiums war bis zum Bersten gefüllt, als es am 18. Januar um die Sparvorschläge ging.


Argumente, Meinungen & Vorchläge:

Über 400 Teilnehmer zur Anhörung über Sparvorschläge

Mehr als 400 Teilnehmer füllten am Abend des 18. Janaur die Aula des Deutschen Gymnasiums in Apenrade.

Der BDN Hauptvorstand hatte zur Anhörung über die Sparvorschläge eingeladen und lauschte dutzenden von Redebeiträgen mit Argumenten und Vorschlägen.

BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen dankte am Ende der Veranstaltung allen für ihr Engagement. Er fügte hinzu, dass es dem Hauptvorstand am 24. Januar nicht leicht fallen wird, die Entscheidung zu treffen, weil "viele Menschen und ihre Zukunft berührt werden".


Medienbeiträge zur Anhörung


Unterrichtsministerin Tina Nedergaard mit BDN Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen beim Eintreffen am Gymnasium


Gut gelaunte Unterrichtsministerin besuchte Gymnasium & Minderheit

Eine gut gelaunte Unterrichtsministerin besuchte am Freitag, den 7. Januar das Deutsche Gymnasium und Haus Nordschleswig in Apenrade.

Im Gymnasium sprach Tina Nedergaard nach einer kurzen Führung mit Schülern über aktuelle schulpolitische Fragen. Im Anschluss an den Besuch im Gymnasium traf sie im Haus Nordschleswig mit Vertretern der deutschen Minderheit zu einem Gespräch zusammen.

Ein geplanter Besuch in der Deutschen Privatschule Apenrade musste aus Zeitgründen leider gestrichen werden.


Medienbeiträge über den Besuch



BDN Hauptvorstand berät über Sparvorschläge

Der BDN Hauptvorstand hat in seiner Sitzung am 13. Dezember über die Vorschläge der vier Arbeitsgruppen beraten, die eingesetzt waren um Vorschläge für Einsparungen und Strukturänderungen zu erarbeiten. Die Liste des Hauptvorstandes enthält 20 Sparvorschläge, teilweise mit Varianten, die in den kommenden Wochen öffentlich diskutiert werden sollen. Am 18. Januar findet um 19.00 Uhr im Deutschen Gymnasium für Nordschleswig eine öffentliche Anhörung statt. Hier können weitere Vorschläge unterbreitet werden oder aber Einwände geltend gemacht werden.
Der Hauptvorstand wird am 24. Januar entscheiden, welche Sparvorschläge durchgeführt werden sollen. Zu dem Zeitpunkt erwartet der BDN auch, dass endgültig bekannt ist, wie viel für 2011 eingespart werden muss.
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen: „Die Liste der Sparvorschläge zeigt mit aller Deutlichkeit, dass wir die Kürzungen seitens der Bundesrepublik nur umsetzen können mittels einer einschneidenden Reduktion unserer Arbeit. Ich bedauere das, bedanke mich aber bei allen für ihre konstruktive Teilnahme an diesem schmerzvollen Prozess.“
Ein weiteres Ergebnis der Hauptvorstandssitzung ist eine Liste mit Aufgaben, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen. Dies betrifft unter anderem einen Vorschlag für Änderungen der Satzungen.


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