Interview mit Kurt Andresen

Kurt_Andresen_Interview

      Kurt Andresen ist bereits seit vielen Jahren in der deutschen Minderheit tätig und setzt sich besonders für gute Zusammenarbeit und ein produktives Miteinander ein, sei es bei der Umsetzung der Kindergarten- und Schulreform, sei es bei der Entwicklung und Gestaltung des ländlichen Raumes. Dass es dabei zwangsläufig auch zu Interessenskonflikten kommt, sei normal. Wenn man diesen Konflikten jedoch mit Weitsicht und einer gewissen Flexibilität begegne, könne eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden. So zum Beispiel sei es vernünftig, Tagesmütter mit einzubeziehen, wenn es um eine Neustrukturierung der Kleinkindbetreuung und der Kinder-tagesstätten auf dem Land gehe. Tagesmütter und Kindergärten könnten intensiver bei der Kleinkindbetreuung zusammenarbeiten, beispielsweise bei Krankheit oder Urlaub einer Tagesmutter. Im Falle von wenigen Tagesmüttern vor Ort, könnte so eine fachgerechte Kleinkindbetreuung sichergestellt werden!

Gute Bildungsmöglichkeiten, ein engmaschiges Schulnetz und dementsprechend kurze Schulwege machen Dörfer erst für Familien attraktiv und tragen außerdem zur positiven Entwicklung der Kommune bei.

      Sein Engagement für den ländlichen Raum beinhaltet auch die Schaffung guter Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Zudem liegen Kurt Andresen der Ausbau von Radwegen und der Naturschutz im Allgemeinen bzw. der Erhalt und die Pflege von Wasserläufen im Speziellen am Herzen.

      Bürgernähe ist ein weiterer Punkt, an dem Kurt Andresen großen Verbesserungsbedarf sieht. Besonders im Servicebereich der Kommunen sei es notwendig, die Bürger besser und vor allem unbürokratischer zu unterstützen. Oft sei es so, dass die viel zu langen Bearbeitungszeiten den Hilfeprozess unnötig verlängerten und damit eine schnelle Hilfe nicht gewährleistet werden kann. Damit im Zusammenhang steht auch seine Forderung, ein möglichst umfassendes und gern auch fachübergreifendes Hilfsangebot seitens der Institutionen zu etablieren, um die von vielen Bürgern beklagte Bürgerferne der Behörden und Kommunen zu überwinden. All dies sei Pflicht der Politiker, die es sich zur Aufgabe machen müssten, die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen untereinander, aber auch zwischen Institutionen und Bürgern zu fördern.