Bürgerbus

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„So ein Ding wollen wir auch haben“

 

Vertreter der Schleswigschen Partei und des Südschleswigschen Wählervereins (SSW) ließen sich in Ladelund Bürgerbus zeigen

 

Ladelund - „So ein Ding wollen wir auch haben.“ Das war das ganz klare Fazit, als sich Vertreter der Schleswigschen Partei (SP) und des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) nach dem Besuch bei Heike Prechel und einer Besichtigung des Bürgerbusses in „Ladelund Efterskole“ bei einem Kaffee zusammensetzten.

Wir waren einfach fasziniert von der Idee, die Heike Prechel aus Ladelund mit ihrer Initiativgruppe Bürgerbus im Laufe eines Jahres in die Tat umsetzte. Insgesamt mussten102.000 Euro  für die Anschaffung des Busses und die Planung des Vorhabens beschafft werden. Das Projekt konnte in Zusammenarbeit mit der EU (Leader-Programm), dem Land Schleswig-Holstein, dem Kreis Nordfriesland (mit Ausfallbürgschaft) und der Gemeinde Ladelund finanziert werden, aber ohne viele Freiwillige, z.B. 14 Fahrer, und der guten Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsgesellschaft „Autokraft“ wäre das Projekt undenkbar gewesen.

Am 14. Juli 2014 konnte endlich losgelegt werden. „Viele gute Kräfte haben daran mitgewirkt“, sagte die engagierte Kommunalpolitikerin, die für ihr Engagement als „Mensch des Jahres“ in Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde. Der Erfolg gibt Heike Prechel Recht. Nach fast einem Jahr in Betrieb ist das Bürgerbus-Projekt mit mittlerweile zwei Bürgerbussen, 30 freiwilligen Fahrern und 10.000 Fahrgästen (ein Bus fasst 8 Personen) ein voller Erfolg, der zur Nachahmung einlädt.

Hinzugekommen sind auch Kunden aus den kleinen Nachbargemeinden, die ebenfalls gerne nach Leck oder zum „Markttreff“ (Kaufmann) nach Ladelund transportiert werden wollen.

Was sich so einfach angehört, erfordert viel Planung und Vorarbeit mit Versicherungen, Ausarbeitung von Fahrplänen und Fortbildung der Fahrer, die in Deutschland einen Personenbeförderungsschein haben müssen.

Vor allem müssen die Kunden sich immer darauf verlassen können, dass sie befördert werden. Das ist bei dem steigenden Fahrgastaufkommen nicht immer leicht und deswegen wurde auch der zweite Bus angeschafft. Manchmal muss auch ein Pkw aushelfen. Der Bürgerbus kommt einfach gut an.

Das liegt sicherlich auch daran, dass man sich eine Fahrt nach Leck gut leisten kann: Erwachsene zahlen 1,50 € und Kinder 1,00 €. Dann hat man in Leck auch gleich Anbindung an den Fernbusverkehr der Autokraft und in Niebüll an die Bahn nach Hamburg. Es ist eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Wer mehr über den Bürgerbus Ladelund wissen will, kann sich auch im Internet informieren unter www.buergerbus-ladelund.de

Die SP/SSW-Arbeitsgruppe Kommunalpolitik arbeitet grenzüberschreitend daran, neue Konzepte für die Entwicklung des ländlichen Raumes zu finden. Die nächste Sitzung wird  bei der SP in Nordschleswig stattfinden. „Wir wollen dann unser Flexbus-system besser kennenlernen“, so SP-Sekretär Gösta Toft. „Die Anbindung des ländlichen Raumes an den Regionalverkehr ist eines unserer zentralen Themen in der Arbeitsgruppe“. DN

 

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